Liebe Leserin, Lieber Leser,

Zwischen der Arbeit an meinem neuen Manuskript gehe ich immer wieder beim Fernsehen „anschaffen“. Diese Zeit nutze ich, um einen Abstand zu meinem bisher fabrizierten Text zu kriegen, denn ich kann nicht gleichzeitig für zwei Projekte intensiv kreativ sein. Je länger dieser Abstand allerdings andauert, umso ausgehungerter bin ich nach meinem Bücherschreiben. Mittlerweile bin ich tatsächlich abhängig davon. Selbst im Urlaub, wenn ich explizit kein Notebook mitnehme, um nicht Gefahr zu laufen doch zu arbeiten, notiere ich mir schnell noch die ein oder andere Idee oder erzähle mir zumindest im Kopf selber Geschichten. Jetzt bin ich dazu übergegangen, mich während meiner Fernseharbeit mal an ganz kurzen Sachen auszuprobieren. Inspiriert werde ich dabei oft von Bahnfahrten. ich nenne diese kurzen Stücke "Großstadtmenschen". Hier mein erstes Stück:

Großstadtmenschen #1

Sie liegt in einem Schlafsack unter einer Brücke. Neben ihr ein mit Plastiktüten beladener Einkaufswagen. Über ihr an der nackten Betonmauer steht mit rosa Straßenkreide geschrieben: „Helfen mit Herz statt respektloses Beglotzen.“


Übrigens kann ich jetzt endlich wieder an meinem Roman schreiben und freue mich wahnsinnig darauf! Bis Ende des Jahres möchte ich die erste Fassung fertig gestellt haben, dafür muss ich aber diszipliniert bleiben...