Liebe Leserin, Lieber Leser,

Das wundert mich schon lange: Warum haben Autorinnen eigentlich immer Katzen? Zumindest auf den Fotos ihrer Homepages und ihrer Facebookseiten? Sind Schriftstellerinnen den Lesern und Leserinnen durch Katzen irgendwie sympathischer, weshalb Sie eher ein Buch von ihnen kaufen würden? Sind Katzen gar ein Garant für Erfolg, das heißt für Bestseller? Dann sollte ich mir vielleicht auch endlich mal eine Katze zulegen. Wobei ein Familienmitglied eine Allergie gegen diese Art von Haaren hat, aber was täte man nicht alles für eine höhere Auflage. Und was sagt das eigentlich über mich aus, dass ich nur Mäuse habe? Ich meine das jetzt keineswegs im übertragenen Sinne, denn ohne hohe Auflage fehlen eben diese.
Ich habe reale, lebendige Farbmäuse, beziehungsweise meine Kinder haben sie, da sie aber zu klein sind, um sich wirklich darum zu kümmern, die Kinder meine ich, kümmere ich mich. Ich würde ja wirklich gerne regelmäßig niedliche Bilder von den Tierchen auf meiner Seite zeigen, die meine Leserinnen vielleicht zu entzückten Kommentaren verleiten würden wie auf den Seiten meiner Kolleginnen.
Aber!
Meine Mäuse haben Milben und dadurch einige kahle, recht unschöne Stellen im Fell. Das gibt keine süßen Fotos mehr.
Bevor Sie gleich den Tierschutzverein informieren: Ja, wir waren beim Tierarzt deshalb. Doch statt vier Tierchen besaßen wir nach diesem Besuch plötzlich fünf. Ich hatte mir in der Praxis einen Katzenfloh eingefangen.
Was soll mir das sagen?