Liebe Leserin, Lieber Leser,

Es ist ja schon nicht so ganz furchtbar einfach, einen Roman von der ersten Idee bis zur letzten Seite zu stemmen. Viel Arbeit & Disziplin und enorme Verzweiflung ("Werde ich es wirklich schaffen, jemals mit dem Manuskript zu Rande zu kommen???") liegen zwischen den Buchdeckeln. Aber kaum ist es vollbracht, wird’s mindestens genauso schwer: Ein Titel muss her. Leider gehöre ich nicht zu den Autorinnen, die bereits einen solchen feststehen haben, bevor sie mit dem Schreiben beginnen. Ich hadere zunächst damit, ob der Titel möglichst "knallig" sein soll, damit er bei den potentiellen Lesern in Erinnerung bleibt - oder ob er nicht viel mehr ein Gefühl vermitteln könnte. Ich hoffe dann immer, dass mir der richtige Titel während des Schreibens zufällt.
So war es bei „Irgendwie mein Leben“ auch. Ab einem bestimmten Punkt wusste ich: Das trifft den Kern!
Also starte ich mit einem Arbeitstitel, von dem ich glaube, dass er das wiedergibt, was ich mit der Geschichte aussagen will – und ich ende mit einem ganz anderen. Weil sich meine Vorstellungen von den Figuren und den Erlebnissen, die ihnen zustoßen, mit dem intensiven Schreibprozess weiter entwickeln. Ich arbeite oft über ein Jahr an meinen Büchern, da findet eine Art Entfaltung statt – literarisch und persönlich.
Mein neuer Roman, der im Winter erscheinen wird, hieß ursprünglich mal „Die Farben von Porzellan“. Der Titel, der jetzt auf dem Cover prangt, ist ein völlig anderer.
Wie er lautet? Sie werden es als Erste erfahren...