Liebe Leserin, Lieber Leser,

die Homepage einer unbekannten Autorin, die fern von Bestsellerlisten und Literaturpreisen unermüdlich an ihren Büchern schreibt, ist in meinen Augen der richtige Ort, um auf zwei Errungenschaften der Zivilisation hinzuweisen, die wir wie absolut selbstverständlich hinnehmen und deren Erfinder wir längst vergessen haben. Jeden Morgen danke ich dem Gott der kleinen Dinge auf Knien (zwangsläufig - wenn ich meinen Kindern beim Jacken- und Schuhanziehen assistiere) für die Existenz des Reißverschlusses sowie des Klettverschlusses in meinem Leben. Ich male mir dann immer mit Schrecken aus, wie es wäre, wenn ich statt einem praktischen Zipp ein umständliches Knöpfen bewältigen müsste, während die Kinder mal hierhin und mal dorthin zu flüchten versuchen. Dank der Erfindung von Wikipedia wiederum weiß ich nun, dass es seit hundertundsechzig Jahren mehrere Entwickler gibt, denen mein Dank gebührt: Elias Howe, Whitcomb Judson, Gideon Sundbäck und Martin Othmar Winterhalter. Den Klettverschluss allerdings habe ich einem Schweizer zu verdanken: Georges de Mestral, der als Hundehalter die Eigenschaften der lästigen Klettenpflanzen vom Ärgernis zur Wohltat an der Menschheit machte und seine Erfindung genau hundert Jahre nach den ersten Experimenten mit dem Reißverschluss 1951 zum Patent anmeldete. Wenn jetzt noch Jemand eine Maschine erfinden könnte, die es schafft, meine vielen Gedanken zum Roman umzuwandeln, wäre mein Leben ein reiner Ponyhof.