Liebe Leserin, Lieber Leser,

Warum sind Sie auf meine Homepage gegangen? Weil Sie mehr aus dem Leben einer Autorin erfahren wollen? Weil Sie wissen möchten, was für Romane ich noch geschrieben habe? Weil Sie eigentlich nach einer Creme gegen Lippenherpes suchen? Alberto Manguel beantwortet die Frage nach dem Interesse der Leser am Schriftsteller in seiner „Geschichte des Lesens“ so: „Manche Leser wollen wissen, wie der Autor aussieht, weil sie glauben, dass Schreiben mit Magie zu tun hat. Das Gesicht des Autors, der einen Roman oder ein Gedicht hervorgebracht hat, fasziniert sie, als wäre er ein kleiner Gott, der Schöpfer eines Miniatur-Universums.“
Und sind wir Autoren das nicht auch? Winzig kleine Göttinnen & Götter? Zugegeben, der Prozess des Schreibens selbst ist oft mühsam, hat viel mit Disziplin und Unlust-überwinden zu tun und weniger mit Allmacht oder Zauberei. Da muss man sich keinen Illusionen hingeben. Aber wenn ein Buch fertig wird, ist das schon ein magischer Augenblick.
Und wenn ich einen meiner Romane Jahre später aufschlage, kann ich kaum glauben, dass tatsächlich ich mir einmal all diese Wörter ausgedacht habe. Auch zu Beginn des Schreibens erscheint die Vorstellung, eines Tages die Geschichte fertig erzählt zu haben, nahezu irreal & aberwitzig.
So wie gerade wieder. Ich habe bislang ungefähr die Hälfte meines neuen Romanprojekts erarbeitet und doch ist das Ende noch weit, weit weg. Und damit aus dem Geschriebenen ein Buch wird, muss das Manuskript erst einen Vertrag finden und den ganzen langen Fertigungsprozess durchlaufen.
Dafür freue ich mich bereits jetzt auf die Magie, die am Schluss in den gedruckten Seiten stecken wird.