Liebe Leserin, Lieber Leser,

der Tod des eigenen Kindes ist sicher die größte Angst aller Eltern. Dennoch sind wir Weltmeister darin, ihn zu verdrängen. Wie selbstverständlich gehen wir davon aus, dass unsere Kinder uns überleben werden. Dass sie es sind, die eines Tages um uns trauern und nicht umgekehrt. Wir schließen Lebensversicherungen ab, um sie abzusichern, und kaufen pädagogisch wertvolles Spielzeug. Doch wir bereiten uns nicht darauf vor, dass auch ein viel zu kurzes Leben ein Ende haben kann. Das ist die Geschichte hinter Irgendwie mein Leben. Als mich der Tod meiner erstgeborenen Tochter traf, war ich gerade in der rosafarbensten aller Welten angekommen. Und von einem Tag auf den anderen war alles aus.
Meine Welt war zerbrochen. Ohne eine Vorwarnung. Einfach so.

Kein Happy-End - sondern ein grausamer Anfang vom Rest des Lebens danach. Dieses Gefühl, dem Schicksal gegenüber ausgeliefert zu sein, entsteht zu Beginn des Romans.
Und dann beginnen die Fragen im Kopf zu kreisen:
Warum ist ausgerechnet mir das passiert?
Was habe ich getan, um so bestraft zu werden?
Warum konnte ich es nicht verhindern?
Antworten auf diese Fragen existieren nicht. Aus dieser unerträglichen Machtlosigkeit heraus einen Weg zu entdecken, um ins Leben zurück zu finden, das ist die Aufgabe meiner Ich-Erzählerin Mara.